Was tun bei hämorrhoiden schmerzen

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Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die mit Blutgefäßen durchzogen sind und helfen, dass der Darmausgang dicht ist. Harter Stuhlgang, sowie starkes Pressen beim Stuhlgang und eine Bindegewebsschwäche lassen die in Ringen angeordneten Gefäßpolster größer werden und aus dem Darm hervortreten. Die unangenehme Folge sind Blut, Schmerzen, Nässen und Juckreiz.

Bei Hämorrhoiden zum Arzt

Betroffene sollten einen Arzt konsultieren, weil sich hinter den Beschwerden eventuell ernste Erkrankungen verbergen können. Der Arzt kann die Beschwerden mit Zäpfchen und Salben, sowie lokal betäubenden, und anti entzündlichen Mitteln lindern. Gerbend wirkende Sitzbäder bringen Erleichterung, wie auch weiches Toilettenpapier.

Was tun gegen Hämorrhoiden ?

Der Arzt kann leicht vergrößerte und verschobene Hämorrhoiden veröden. Dafür wird ein Verödungsmittel injiziert. Reicht dies nicht aus, wird mit unterschiedlichen Verfahren die Blutzufuhr in den Hämorrhoiden gedrosselt oder unterbunden. So schrumpfen oder sterben sie ab. Eine spezielle Nahttechnik erlaubt es vorgefallene Hämorrhoiden in den Enddarm zurückzuziehen und dort zu fixieren. In fortgeschritteneren Fällen ist eine Hämorrhoiden OP notwendig.

Was kann man sonst noch gegen Hämorrhoiden schmerzen tun?

Es gibt einige Hausmittel gegen Hämorrhoiden, welche die Beschwerden lindern. Sitzbäder und eine spezielle Hämorrhoiden Salbe oder Hämorrhoiden Kapseln können helfen. Um Verstopfungen und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden, ist eine Umstellung der Ernährung ratsam. Viel Trinken und viel Bewegung in Verbindung mit ballaststoffreicher Nahrung mit Obst, Getreide, Gemüse und Hülsenfrüchten macht den Stuhl weicher. Sitzbäder mit klarem Wasser oder mit einem entzündungshemmenden Stoff wie Kamille, Hamamelis, Arnika, sowie Eichenrinde oder Teebaumöl können äußere Hämorrhoiden beruhigen und die Schmerzen lindern.

Hämorrhoiden behandeln

Gegen Hämorrhoiden-Beschwerden werden auch entzündungshemmende Salben und Pasten mit den Wirkstoffen Zink, Panthenol oder Hamamelis und Aloe Vera eingesetzt. Diese Salben reduzieren die Reizung der Haut und lindern den Juckreiz. Einige Mediziner verordnen auch Hämorrhoiden Salben, wie zum Beispiel mit dem Wirkstoff Lidocain, welche die Haut lokal betäuben. Ebenfalls Salben, die Kortison enthalten, hemmen die Entzündung, welche die Hämorrhoiden verursachen. Beides sollte nur für einen vom Arzt vorher festgelegten Zeitraum benutzt werden.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft – helfen Analtampons und Zäpfchen?

Hämorrhoiden schmerzen entstehen häufig in der Schwangerschaft und auch Hämorrhoiden nach der Geburt sind keine Seltenheit. Einige hilfreiche Wirkstoffe sind in Analtampons, sowie auch in Zäpfchen enthalten und können helfen. Als Analtampon wird ein Zäpfchen mit einem Mullstreifen bezeichnet, welches in den After eingeführt wird. Der Tampon bleibt im Analkanal und gibt dort gezielt seinen Wirkstoff ab. Ein herkömmliches Zäpfchen wandert im Darm von ganz alleine weiter und gibt seine Wirkstoffe in einem oberen Darmabschnitt frei. Sowohl Zäpfchen, als auch Analtampons können Beschwerden in und nach der Schwangerschaft durch vergrößerte Hämorrhoiden lindern.

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